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Eine Kultursprinterfahrt wird zum Gefühlsereignis

Eine Veranstaltung von Baeschlin Litteraire

Autor Emil Zopfi auf dem Glarner KulturSprinter

Von: Juliane Krappe
Mi. 31. Jul. 2013 – 08:36


Bücherfreunde im Grossraum Zürich und im Glarnerland wissen es längst: Immer am 1. Samstag im Monat «bespielt» ein Autor die «rollende Kulturbühne» im Lesewagen des fahrplanmässigen GlarnerSprinter-Zuges Zürich HB ab 09.40 nach Glarus und Linthal mit anschliessendem Programm im Literaturhaus BSINTI in Braunwald. Am kommenden 3. August wird es der bekannte Glarner Autor Emil Zopfi sein.

Emil_Zopfi

Die Begegnung mit Emil Zopfi ist mehr als eine klassische Autorenlesung, weil Emil Zopfi weit mehr ist als ein Schriftsteller, der sich gängiger Themen annimmt und sich zu Hause im kleinen Kämmerlein neue Geschichten ausdenkt: Zopfi hat in den zurückliegenden 20 Jahren an die 40 verschiedene Bücher geschrieben, deren lebensnahe Inhalte schweizerische, glarnerische und literaturgeschichtliche Ausgangspunkte haben. Er gehört damit zu den profiliertesten und professionellsten Schweizer Autoren. Viele seiner Bücher sind längst zu Standardwerken geworden. So hat er z.B. mit «Die Fabrikglocke» den Fabrikarbeitern in der frühen Glarner Textilindustrie ein bleibendes literarisches Denkmal geschaffen. Sein Roman «Kilchenstock» ist unlängst in dem Medien als eines der besten «Sommerbücher» des Jahres gepriesen worden. Sein fast 400 Seiten starkes Buch «Dichter am Berg» ist seit seinem Erscheinen vor 4 Jahren ein unverzichtbares Nachschlagewerk zur alpinen Literatur unseres Landes geworden, ein Buch übrigens, das sich – und hier sieht man den Unterschied zwischen «schnellen» Dokumentalisten und erfahrenen Autoren, eines, das sich wunderbar, leicht und doch spannend liest, als wäre die alpine Literaturgeschichte der Schweiz eine aussichtsreiche, wohlgeplante Hochtour über Gipfel und Grate. Mit einem kenntnisreichen, trittsicheren und bestens informierten literarischen «Tourenführer» wie Emil Zopfi dürfen Leserinnen und Leser sowie Freunde der Berge und des Kantons Glarus sich auf einen anregenden halben Tag in den Alpen freuen.

Wer aus dem halben Tag einen ganzen oder gar ein Wochenende machen möchte, ist am Endpunkt der gemeinsamen literarischen Bergfahrt in Braunwald schon am Ausgangspunkt jener Touren, die einst Max Frisch oder Ludwig Hohl in ihrem Schaffen beflügelt haben.

Emil Zopfi – auf dem Glarner KulturSprinter.
Samstag, 3. August 2013: Zürich HB ab 09.40 Uhr
Fortsetzung um 13.00 im Literaturhaus BSINTI in Braunwald

Eintritt frei. Es genügt ein gültiger Fahrausweis für die Strecke Zürich HB-Glarus–Linthal–Braunwald.

Pressemitteilung
 
Eine Kultursprinterfahrt wird zum Gefühlsereignis

Von: Juliane Krappe
Do. 8. Aug. 2013 – 05:30

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Am letzten Samstag, dem ersten im August, war es wieder so weit. Der durchgelüftete Glarner Kultursprinter öffnete seine Türen für die fahrende Lesung ins Glarnerland. Ohne Klimaanlage, dafür mit einem eigenen Tourenführer, ging es auf eine Reise – eine Reise ins Land der «Emil-Zopfi-Erinnerungen und Berggefühle».

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Samstag, 3. August, Abfahrt 09.40 Uhr am Zürcher Hauptbahnhof: Ein kleiner Kreis von Emil-Zopfi-Fans startet unter der Moderation von Hansrudolf Frey zu einer Reise, bei der sie nur wissen, dass sie am Ende, in Braunwalds BSINTI, eine Lesung aus dem Buch «Kilchenstock» erwartet. Noch ahnen sie nicht, dass sie bei der Reise immer wieder aus den Fenstern zu Bergen schauen werden, von denen sie die eine oder andere persönliche Zopfi-Geschichte erfahren.

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Die Liebe zu den Bergen und dem Bergklettern

Noch nie war eine Kultursprinterfahrt so sehr auf die Umgebung entlang des Zuggleises gerichtet, wie am 3. August. Zu vielen Bergen gab der begeisterte Bergkletterer eine Geschichte preis. Er liess sein Publikum immer wieder aus dem Fenster schauen und zeigte auf die Berge, von denen er gerade erzählte. Er berichtete von Touren mit seiner Frau, die ebenfalls begeisterte Berggängerin ist, erzählte von Geschichten und Büchern anderer Autoren, von seinen eigenen teils auch tragischen Erlebnissen am Berg. Auf die Frage, für was er sich entscheiden würde, wenn er zwischen all seinen Büchern und den Erlebnissen, Bildern am Berg wählen müsse, antworte er: «Ganz klar wohl dennoch für die Berge. Mir war es immer wichtiger als alles andere, diese Natur so erleben zu können.»

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Wenn der Kilchenstock kommt

Über 40 Bücher, die Geschichte, Hintergründe, Fachwissen und Emotionen vereinen, schrieb er bereits. Was noch folgen könnte, verriet er ebenfalls im Bücherwagon. Ein Buch schrieb er bereits vor über 17 Jahren. «Der Kilchenstock» – in Braunwalds Lese- und Kulturcafé BSINTI berichtete Emil Zopfi, wie er von der Auszeichnung zum Sommerbuch des Jahres 2013 erfahren hatte und las einige Passagen daraus vor. Passagen, die in Braunwald an die 40 Menschen so interessierten, dass sie trotz 30 Grad eintraten und gespannt den Erzählungen rund um den gegenüberliegenden Kilchenstock lauschten – im Einklang mit dem Dorfmarkt Braunwald und den Sonnenstrahlen wieder mal eine gelungene Sache.

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Wohl auch für das Ehepaar Zopfi, die an diesem Tage natürlich nicht die Bahn hinunter ins Tal nahmen, sondern sich noch eine kleine Wanderung über den Oberblegisee gönnten.
VeranstaltungsortGlarner Sprinter
VeranstalterBaeschlin Litteraire
ThemenbereichLitteraire Kultursprinter

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